Zecken bei Hunden: Risiken, Prävention und Borreliose

10.3.2026, Animalia

Zecken sind in der Schweiz häufig anzutreffen, insbesondere bei Spaziergängen im Wald, im hohen Gras, auf Wiesen oder im Garten. Diese Parasiten heften sich an die Haut, saugen Blut und können einige ernste Krankheiten übertragen. Sie sind hauptsächlich von Frühling bis Herbst aktiv, können aber auch in milderen Winterperioden vorkommen.

Ein Hund liegt ruhig da, während eine Frau einen Zeckenentferner in der Hand hält – eine Illustration der Vorbeugung und der Risiken von Zecken bei Hunden

Zecken und Hunde

Zecken sind vor allem zu finden:

  • im hohen Gras;

  • am Waldrand;

  • in Parks und Gärten;

  • in Feuchtgebieten.

Nach Spaziergängen wird eine sorgfältige Untersuchung empfohlen:

  • den Hals;

  • die Ohren;

  • die Achselhöhlen;

  • die Leistengegend;

  • zwischen den Krallen.

Wenn Sie sie rasch entfernen, verringern Sie das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern.

Durch Zecken übertragene Krankheiten bei Hunden

Borreliose

Die Lyme-Krankheit, auch Borreliose genannt, wird bei Hunden durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Damit die Krankheit übertragen werden kann, muss die Zecke grundsätzlich mehr als 24 Stunden am Körper festgesaugt sein.

Symptome können mehrere Wochen nach dem Zeckenstich auftreten:

  • zeitweilige Lahmheit;

  • Fieber;

  • Müdigkeit;

  • Gelenkschmerzen;

In seltenen Fällen kann eine schwerwiegendere Nierenschädigung entstehen. Es ist wichtig zu wissen, dass einige Hunde Antikörper entwickeln, ohne Symptome zu zeigen.

Andere durch Zecken verursachte Erkrankungen

Zecken können auch übertragen:

  • Anaplasmose;

  • Babesiose;

Diese Erkrankungen können Fieber, Abgeschlagenheit oder Blutprobleme verursachen. Der Schweregrad hängt vom Hund und der Infektion ab.

Wie entferne ich eine Zecke vom Hund?

Die Frage, wie man eine Zecke vom Hund entfernt, kommt häufig auf.

So wird’s gemacht:

  1. Verwenden Sie eine geeignete Zeckenzange oder Pinzette.

  2. Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut

  3. Ziehen Sie sanft, ohne zu quetschen

  4. Desinfizieren Sie den Bereich nach dem Entfernen

Es wird nicht empfohlen, Alkohol oder Öl vor dem Entfernen aufzutragen.

Zeckenschutz für Hunde

So schützen Sie Ihren Hund gegen Zecken:

  • regelmässige Kontrollen nach Spaziergängen;

  • geeignete Anti-Zecken-Massnahmen (Tabletten, Serum, Halsbänder);

  • Gespräch mit einer Tierärztin / einem Tierarzt je nach Region und Exposition.

In einigen Fällen gibt es für Hunde eine Borreliose-Impfung, diese ist aber kein Ersatz für die anderen Präventionsmassnahmen.

Durch Zecken übertragene Krankheiten können Blutuntersuchungen, Antibiotika oder tierärztliche Betreuung erfordern. Um solchen Situationen vorzubeugen, können Sie Ihren Hund mit einer Animalia-Hundeversicherung absichern.

Wann eine Tierärztin aufsuchen?

Eine tierärztliche Untersuchung wird empfohlen bei:

  • unerklärlicher Lahmheit;

  • Fieber;

  • anhaltender Müdigkeit;

  • Gelenkschmerzen.

Eine schnelle Behandlung verhindert Komplikationen. Mit dem Animalia-Prämienrechner können Sie die richtige Deckung für Ihren Hund ermitteln und in wenigen Minuten eine persönliche Kostenschätzung erhalten.

FAQ

Sind Zecken das ganze Jahr über aktiv?

Sie sind vor allem von Frühling bis Herbst präsent, können aber im Winter aktiv bleiben, wenn die Temperaturen über 7 °C liegen.

Wie lange muss eine Zecke stecken bleiben, um Borreliose zu verursachen?

Die Übertragung dauert in der Regel mehr als 24 Stunden.

Wie entferne ich eine Zecke richtig von einem Hund?

Verwenden Sie eine Zeckenzange oder Pinzette, entfernen Sie die Zecke vorsichtig, ohne sie zu zerquetschen, und desinfizieren Sie den Bereich.

Übertragen alle Zecken eine Krankheit auf den Hund?

Nein. Nicht alle Zecken übertragen Krankheitserreger, aber das Risiko besteht.

Schützt die Impfung vollständig vor Zeckenkrankheiten?

Nein. Sie kann das Risiko einer Borreliose verringern, ersetzt aber nicht die anderen Präventionsmassnahmen.

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