Vorbereitung auf den Winter: Tägliche Hautpflege

9.3.2026, Animalia

Der Winter ist für die Haut und das Fell eine harte Zeit. Kälte, Feuchtigkeit, Schnee und Heizungen erhöhen das Risiko für trockene Haut, Schuppen und Reizungen. Eine angepasste Pflegeroutine sorgt für Wohlsein und kann saisonale Komplikationen verhindern.

Die Herausforderungen und Bedürfnisse variieren je nach Tier, Alter und Lebensweise. Ein Hund, der täglich zum Spazieren ausgeführt wird, ist der Feuchtigkeit stark ausgesetzt. Eine Katze, die das Haus nie verlässt, ist ständig in der trockenen Heizluft

Ein Hund und eine Katze sitzen auf einer weißen Decke und veranschaulichen die Bedeutung von Fellpflege und Hautschutz, um Haustiere auf den Winter vorzubereiten.

Warum ist die Haut im Winter empfindlicher?

In der kalten Jahreszeit können mehrere Faktoren die Hautbarriere angreifen:

  • kalte und trockene Aussenluft;

  • trockene Luft in geheizten Räumen;

  • abwechselnd heiss und kalt;

  • anhaltende Feuchtigkeit (Schneeschmelze, kalter Regen);

  • zu häufiges Baden oder ungeeignete Produkte.

Diese Faktoren können die Haut trockener und empfindlicher und das Fell stumpfer machen.

Symptome

  • Häufigeres Kratzen oder Lecken

  • Sichtbare Schuppen

  • Rötung oder Reizung

  • Stumpfes oder sprödes Fell

  • Ungewöhnliche unangenehme Gerüche

Ein Besuch bei einer Tierärztin / bei einem Tierarzt wird empfohlen, wenn die Symptome andauern, sich verschlimmern oder mit Verletzungen einhergehen.

Bürsten im Winter

Bürsten Sie Ihren Hund richtig

Durch das Bürsten werden abgestorbene Haare entfernt, Knoten reduziert, in denen Feuchtigkeit hängen bleibt, das Fell gelüftet und der schützende Talg verteilt. Bei Hunden mit dichter Unterwolle reduziert regelmässiges Bürsten feuchte Stellen, damit Sie schnell Rötungen oder Irritationen erkennen können.

Je nach Morphologie und Felltyp können unterschiedliche Vorgehensweisen gefragt sein. Einige Hunderassen müssen aufgrund ihrer dichten Unterwolle oder ihrer Felllänge im Winter häufiger gepflegt werden.

Wie häufig bürsten?

  • Kurzhaar: 1- bis 2-mal pro Woche

  • Mittellanges Fell: 3- bis 5-mal pro Woche

  • Dichte Unterwolle: 3- bis 4-mal pro Woche, vor allem nach Nässe

Die Bürste muss auf den jeweiligen Felltyp abgestimmt sein, um Irritationen zu vermeiden.

Bürsten Sie Ihre Katze richtig

Bürsten ist im Winter sinnvoll, vor allem bei langhaarigen oder älteren Katzen und Katzen, die nur drinnen leben. Wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen, ist die Luft trockener. Das kann dazu führen, dass mehr Schuppen und abgestorbene Haare im Fell hängen bleiben. Ein regelmässigeres Bürsten hilft, ein gesundes Fell zu erhalten, reduziert das Verschlucken von Haarballen und trägt zur Verdauung bei.

Einige Katzenrassen mit langem oder sehr dichtem Fell erfordern eine regelmässige Pflege, um Knotenbildung zu verhindern und abgestorbene Haare zu entfernen.

Bad und Shampoo: häufige Fehler vermeiden

Hunde baden: nur wenn nötig

Zu häufiges Baden kann einen Teil des natürlichen Schutzfilms von der Haut entfernen, was sie trocken macht und Juckreiz hervorruft.

Empfehlungen:

  • Nicht zu häufig baden

  • Tierärztlich verschriebenes Shampoo verwenden

  • Keine parfümierten oder für Menschen bestimmte Produkte verwenden

  • Gut abspülen, um Rückstände zu vermeiden

  • Das Fell nach dem Waschen vollständig trocknen

Katzen baden: selten notwendig

Die meisten Katzen pflegen sich selbst gut. Sie müssen nur in seltenen Fällen gebadet werden. Lassen Sie sich dazu von einer Tierärztin oder von einem Tierarzt beraten, denn wenn es nicht nötig ist, kann es Stress verursachen.

Nach Spaziergängen gut trocknen

Feuchtigkeit ist im Winter eine grosse Herausforderung. Nach einem Spaziergang im kalten Regen oder Schnee kann das Fell lange feucht bleiben.

Hunde

  • Mit einem saugfähigen Handtuch abtrocknen

  • Bauch und Brust besonders gut trocknen

  • Gereizte Stellen kontrollieren

Freigängerkatzen

Vor allem wenn der Schnee schmilzt, sollte ein trockener, isolierender Schlafplatz zur Verfügung stehen. Bei älteren Katzen kann feuchtes Fell Beschwerden verstärken.

Gesunde Haut trotz trockener Luft

Im Winter trocknet die Heizung die Raumluft aus. Dies kann trockene Haut und Schuppen verursachen, insbesondere bei Stubentigern und einigen empfindlichen Hunden.

Einfache Massnahmen:

  • Ständig frisches Wasser zur Verfügung stellen

  • Wohnung regelmässig lüften

  • Schlafplatz nicht in der Nähe eines Heizkörpers einrichten

  • Gute und ausgewogene Ernährung beibehalten

Parasiten: auch im Winter möglich

Auch im Winter gibt es Parasiten. Flöhe können in beheizten Wohnungen überleben und einige Zecken bleiben sogar bei milderen Temperaturen im Winter aktiv.

Die Präventionsmassnahmen sollten angepasst werden, wenn:

  • ein Hund viel draussen ist;

  • eine Katze drinnen lebt, aber mit anderen Tieren in Kontakt kommt;

  • eine Katze Zugang ins Freie hat.

Checkliste: Hunde und Katzen für den Winter vorbereiten

  • Regelmässiges Bürsten, je nach Felltyp

  • Nicht zu oft und mit dem geeigneten Shampoo baden

  • Feuchtes Fell gründlich trocknen

  • Juckreiz, Rötungen und Schuppen im Auge behalten

  • Auf eine ausgewogene Ernährung achten

  • Antiparasitäre Behandlungen an den Lebensstil anpassen

Einige winterbezogene Komplikationen und Hautprobleme können zu unvorhergesehenen Tieraztkosten führen. Sehen Sie sich das Angebot von Animalia an und berechnen Sie mit unserem Prämienrechner Ihre Deckung.

FAQ

Wie pflege ich meinen Hund richtig im Winter?

Im Winter sollten Sie Ihren Hund regelmässig bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und das Fell zu lüften. Hingegen ist es empfehlenswert, ihn weniger häufig zu baden und wenn, dann nur mit einem milden Shampoo. Trocknen Sie ihn danach gründlich.

Wie pflege ich meine Katze richtig im Winter?

Ein regelmässigeres Bürsten im Winter hilft bei Katzen, abgestorbene Haare zu entfernen und Schuppen zu vermeiden, die durch trockene Heizluft verursacht werden. Sie sollten Ihre Katze nicht baden, ausser es wurde Ihnen von einer Tierärztin oder einem Tierarzt empfohlen.

Warum können Hunde im Winter schuppige Haut bekommen?

Trockene Luft, zu häufiges Baden oder empfindliche Haut können Schuppen begünstigen. Eine gute Fellpflege und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können diese Probleme verhindern.

Müssen Hunde im Winter öfter gebadet werden?

Nein. Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen. Baden Sie Ihren Hund nur in grossen Abständen und mit einem milden Shampoo.

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