Warum ist die Haut im Winter empfindlicher?
In der kalten Jahreszeit können mehrere Faktoren die Hautbarriere angreifen:
kalte und trockene Aussenluft;
trockene Luft in geheizten Räumen;
abwechselnd heiss und kalt;
anhaltende Feuchtigkeit (Schneeschmelze, kalter Regen);
zu häufiges Baden oder ungeeignete Produkte.
Diese Faktoren können die Haut trockener und empfindlicher und das Fell stumpfer machen.
Symptome
Häufigeres Kratzen oder Lecken
Sichtbare Schuppen
Rötung oder Reizung
Stumpfes oder sprödes Fell
Ungewöhnliche unangenehme Gerüche
Ein Besuch bei einer Tierärztin / bei einem Tierarzt wird empfohlen, wenn die Symptome andauern, sich verschlimmern oder mit Verletzungen einhergehen.
Bürsten im Winter
Bürsten Sie Ihren Hund richtig
Durch das Bürsten werden abgestorbene Haare entfernt, Knoten reduziert, in denen Feuchtigkeit hängen bleibt, das Fell gelüftet und der schützende Talg verteilt. Bei Hunden mit dichter Unterwolle reduziert regelmässiges Bürsten feuchte Stellen, damit Sie schnell Rötungen oder Irritationen erkennen können.
Je nach Morphologie und Felltyp können unterschiedliche Vorgehensweisen gefragt sein. Einige Hunderassen müssen aufgrund ihrer dichten Unterwolle oder ihrer Felllänge im Winter häufiger gepflegt werden.
Wie häufig bürsten?
Kurzhaar: 1- bis 2-mal pro Woche
Mittellanges Fell: 3- bis 5-mal pro Woche
Dichte Unterwolle: 3- bis 4-mal pro Woche, vor allem nach Nässe
Die Bürste muss auf den jeweiligen Felltyp abgestimmt sein, um Irritationen zu vermeiden.
Bürsten Sie Ihre Katze richtig
Bürsten ist im Winter sinnvoll, vor allem bei langhaarigen oder älteren Katzen und Katzen, die nur drinnen leben. Wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen, ist die Luft trockener. Das kann dazu führen, dass mehr Schuppen und abgestorbene Haare im Fell hängen bleiben. Ein regelmässigeres Bürsten hilft, ein gesundes Fell zu erhalten, reduziert das Verschlucken von Haarballen und trägt zur Verdauung bei.
Einige Katzenrassen mit langem oder sehr dichtem Fell erfordern eine regelmässige Pflege, um Knotenbildung zu verhindern und abgestorbene Haare zu entfernen.
Bad und Shampoo: häufige Fehler vermeiden
Hunde baden: nur wenn nötig
Zu häufiges Baden kann einen Teil des natürlichen Schutzfilms von der Haut entfernen, was sie trocken macht und Juckreiz hervorruft.
Empfehlungen:
Nicht zu häufig baden
Tierärztlich verschriebenes Shampoo verwenden
Keine parfümierten oder für Menschen bestimmte Produkte verwenden
Gut abspülen, um Rückstände zu vermeiden
Das Fell nach dem Waschen vollständig trocknen
Katzen baden: selten notwendig
Die meisten Katzen pflegen sich selbst gut. Sie müssen nur in seltenen Fällen gebadet werden. Lassen Sie sich dazu von einer Tierärztin oder von einem Tierarzt beraten, denn wenn es nicht nötig ist, kann es Stress verursachen.
Nach Spaziergängen gut trocknen
Feuchtigkeit ist im Winter eine grosse Herausforderung. Nach einem Spaziergang im kalten Regen oder Schnee kann das Fell lange feucht bleiben.
Hunde
Mit einem saugfähigen Handtuch abtrocknen
Bauch und Brust besonders gut trocknen
Gereizte Stellen kontrollieren
Freigängerkatzen
Vor allem wenn der Schnee schmilzt, sollte ein trockener, isolierender Schlafplatz zur Verfügung stehen. Bei älteren Katzen kann feuchtes Fell Beschwerden verstärken.
Gesunde Haut trotz trockener Luft
Im Winter trocknet die Heizung die Raumluft aus. Dies kann trockene Haut und Schuppen verursachen, insbesondere bei Stubentigern und einigen empfindlichen Hunden.
Einfache Massnahmen:
Ständig frisches Wasser zur Verfügung stellen
Wohnung regelmässig lüften
Schlafplatz nicht in der Nähe eines Heizkörpers einrichten
Gute und ausgewogene Ernährung beibehalten
Parasiten: auch im Winter möglich
Auch im Winter gibt es Parasiten. Flöhe können in beheizten Wohnungen überleben und einige Zecken bleiben sogar bei milderen Temperaturen im Winter aktiv.
Die Präventionsmassnahmen sollten angepasst werden, wenn:
ein Hund viel draussen ist;
eine Katze drinnen lebt, aber mit anderen Tieren in Kontakt kommt;
eine Katze Zugang ins Freie hat.
Checkliste: Hunde und Katzen für den Winter vorbereiten
Regelmässiges Bürsten, je nach Felltyp
Nicht zu oft und mit dem geeigneten Shampoo baden
Feuchtes Fell gründlich trocknen
Juckreiz, Rötungen und Schuppen im Auge behalten
Auf eine ausgewogene Ernährung achten
Antiparasitäre Behandlungen an den Lebensstil anpassen
Einige winterbezogene Komplikationen und Hautprobleme können zu unvorhergesehenen Tieraztkosten führen. Sehen Sie sich das Angebot von Animalia an und berechnen Sie mit unserem Prämienrechner Ihre Deckung.
FAQ
Wie pflege ich meinen Hund richtig im Winter?
Im Winter sollten Sie Ihren Hund regelmässig bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen und das Fell zu lüften. Hingegen ist es empfehlenswert, ihn weniger häufig zu baden und wenn, dann nur mit einem milden Shampoo. Trocknen Sie ihn danach gründlich.
Wie pflege ich meine Katze richtig im Winter?
Ein regelmässigeres Bürsten im Winter hilft bei Katzen, abgestorbene Haare zu entfernen und Schuppen zu vermeiden, die durch trockene Heizluft verursacht werden. Sie sollten Ihre Katze nicht baden, ausser es wurde Ihnen von einer Tierärztin oder einem Tierarzt empfohlen.
Warum können Hunde im Winter schuppige Haut bekommen?
Trockene Luft, zu häufiges Baden oder empfindliche Haut können Schuppen begünstigen. Eine gute Fellpflege und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können diese Probleme verhindern.
Müssen Hunde im Winter öfter gebadet werden?
Nein. Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen. Baden Sie Ihren Hund nur in grossen Abständen und mit einem milden Shampoo.




